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Pelletsheizung

 

Holzpellets bestehen zu 100% aus Holz, welches als Nebenprodukt der holzverarbeitenden Industrie – bisher ungenutzt – anfällt. Die Sägespäne werden OHNE Zusatz von Bindemitteln unter hohem Druck zu Pellets verdichtet. Pelletskessel zählen ebenso wie Hackschnitzelkessel zu den automatisch beschickten Holzfeuerungsanlagen. Der Kessel wird dabei über ein Saugzugsystem oder eine Förderschnecke von einem Lagerraum vollautomatisch beschickt. Somit erhalt man

einen ähnlichen Komfort wie bei Öl- und Gaskesseln. Die Kesselleistung kann dabei in einem großen Leistungsbereich von 20 bis 100 % moduliert werden. Eine optimale Lösung stellt dabei ein Pufferspeicher, kombiniert mit einer Solaranlage, dar. Dabei kann der Warmwasserbedarf in der Übergangszeit und in den Sommermonaten vorwiegend mit Sonnenenergie gedeckt werden und schont dabei die Umwelt und

den Pelletskessel. Bei der Auswahl des Kessels sollten der Wirkungsgrad und die Emissionen beachtet werden. Der erzielbare Wirkungsgrad hangt in der Praxis vor allem von der Bauart des Kamins ab, da die Abgastemperatur so eingestellt werden muss, dass es zu keiner Feuchtigkeitsbildung im Kamin kommt. Geringfügige Unterschiede zwischen einzelnen Fabrikaten sind daher nicht maßgeblich. Der nahezu neutrale CO2-Ausstoß von Pelletsheizungen stellt somit eine umwelt-schonende Alternative zu konventionellen Öl- und Gasheizungen dar.

Scheitholzheizung

 

Mit dem typischen Festbrennstoffkessel lassen sich Kohle, Koks und Scheitholzer gleichermaßen verbrennen. Aufgrund des schlechten Wirkungsgrades, der sehr ungleichmäßigen Verbrennung und der zum Teil hohen Emissionen wurden Festbrennstoffkessel durch modere Holzvergaserkessel abgelöst.

Bei Holzvergaserkesseln erfolgt der Abbrand des Holzes durch Steuerung der Primär- und Sekundärluft. Dabei strömt die, durch ein Saugzug- oder Druckgebläse erzeugte, Primärluft von der Oberseite zum Brennstoff und fuhrt dabei zu einer kontinuierlichen Entgasung des Holzes. Die Sekundärluft wird nach Bedarf zugefuhrt und sorgt dabei für eine ausreichende Oxidation. Die Kesselleistung kann dabei bis auf 50 % gesenkt werden. Der Wirkungsgrad kann bei über 90 % liegen. Dessen ungeachtet arbeiten Holzvergaserkesseln nicht vollautomatisch, da der Brennstoff Holz immer noch händisch nachgefüllt werden muss. Der Einsatz eines Pufferspeichers erhöht dabei die Effizienz der Brennstoffnutzung und verlängert die Intervalle der Brennstoffzuführung.

Holzheizung

 

Festbrennstoffkessel waren früher nur sinnvoll, wenn der Brennstoff in ausreichender, preiswerter Menge und in einer guten Qualität zur Verfügung stand. Dies hat sich mit der Einführung von genormten Holzprodukten, wie Pellets und Hackschnitzel, grundlegend geändert. Dadurch lassen sich heutzutage vollautomatische Befeuerungen und lastabhängige Regulierungen realisieren. Auf der anderen Seite hat auch die Entwicklung von sogenannten Holzvergaserkesseln dazu geführt, dass die Verbrennungen von Stückholz zu einer effizienten, sauberen, schadstoffminimierten und nahezu vollautomatischen Verbrennung geführt hat. Holz als Brennstoff ist annähernd CO2-neutral und fordert darüber hinaus die regionale Forstwirtschaft.